Infos

    Augenvorsorge für Kinder:

  • Liebe Eltern,

    ab sofort können wir Ihnen eine Augenvorsorge für Kinder ab sechs Monate anbieten.
    Damit schließen wir die Lücke bis zum dritten Geburtstag, bis die Kinder meist einen Standartsehtest machen können.

    Die Augenvorsorge dient der frühzeitigen Erkennung von Sehstörungen. Werden Sehstörungen nicht in den ersten Lebensjahren erkannt und behandelt, können diese zu einer dauerhaften Sehschwäche führen.

    Die betroffenen Kinder bemerken die eigene Sehstörung selbst nicht, denn sie sind es gewohnt, die Welt mit ihren Augen zu sehen und haben keine Vergleichsmöglichkeit.

    Durchschnitt hat fast jedes fünfte Kind im Alter von 4 Jahren eine unerkannte Sehstörung. Dieser hohe Anteil ist nicht erstaunlich, denn im Gegensatz zu Krankheiten gibt es bei Sehstörungen keine äußerlichen, mit bloßem Auge erkennbaren Symptome.

    Je früher eine Sehstörung erkannt und behandelt wird, desto größer sind die Behandlungserfolge. Die normalen Seh- und Visustests können erst durchgeführt werden, wenn Ihr Kind bereits spricht. Was bezahlt die Krankenkasse? Um Kosten im Gesundheitswesen einzusparen, wird die Augenvorsorge nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Sie ist eine freiwillige Leistung Ihres Kinderarztes, zum Wohle Ihres Kindes. Wird bei der Augenvorsorge eine Sehstörung erkannt, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen alle Kosten, die bei einer weiteren Untersuchung und der Behandlung entstehen.

    Wir empfehlen ab dem Alter von 6 Monaten einmal jährlich diese Vorsorge.

    Für die Augenvorsorge müssen wir eine Kostenbeitrag von 15,00 € in Rechnung stellen.

    Für Rückfragen steht das Praxisteam gerne zur Verfügung.


    Ist eine Schutzimpfung gegen Grippe bei Kindern ratsam?

    Bei jährlich mehr als 7.000 Todesfällen an der "normalen" Influenzaerkrankung in der Bundesrepublik sollte man hierüber nachdenken:
    Die ständige Impfkommission für die Bundesrepublik Deutschland (STIKO) sieht für Kinder und Jugendliche eine jährliche Grippeimpfung vor allem dann vor, wenn bestimmte Grunderkrankungen bestehen. Hier sind insbesondere chronische Erkrankungen der Atemwege (Asthma), chronische Herz-, Leber- oder Nierenerkrankungen und Diabetes gemeint.
    Inzwischen mehren sich jedoch Hinweise, wonach die Gefahr der Kinder ohne Vorerkrankungen möglicherweise unterschätzt wird. So beobachtet das amerikanische Überwachungsinstitut für Infektionskrankheiten (Center of Diseases Control) in den USA seit Jahren eine deutliche Zunahme von influenzbedingten Todesfällen bei ursprünglich gesunden Kindern und Jugendlichen.
    Und auch wenn die Infektion in Deutschland bei nicht vorbelasteten Kindern und Jugendlichen nur in Einzelfällen tödlich verläuft, müssen jährlich 60 bis 80 Kinder unter 16 Jahren wegen eines besonders schweren Verlaufs oder wegen Komplikationen in einer Klinik behandelt werden.
    Hinzu kommt, dass das Influenzavirus gerade bei Kindern länger und in höherer Keimzahl als bei Erwachsenen ausgeschieden wird. Aufgrund ihrer engen sozialen Kontakte (in Kinderkrippe, Kindergarten oder Schule) erkranken Kinder häufig zuerst und tragen das Virus dann in die Familien.
    Deshalb wird in den USA seit 2002 empfohlen, Kinder zwischen dem 6. und dem 23. Lebensmonat impfen zu lassen; Kanada hat sich 2004 dieser Haltung angeschlossen. Österreich hat sich ebenfalls zu einer generellen Influenzaimpfempfehlung ab dem 6. Lebensmonat entschlossen. Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt die generelle Influenzaimpfung für Kinder von 6 Monaten bis 5 Jahren.

    Deshalb plädieren immer mehr deutsche Kinderärzte dafür (ich gehöre dazu), auch gesunde Kleinkinder impfen zu lassen in deren Familie ein Säugling, ältere Familienmitglieder oder chronisch Kranke leben. Dass sich die Ansteckungsgefahr dadurch deutlich verringern lässt, legen Untersuchungen aus Japan, Kanada und den USA nahe.

    Die Zahl der Influenzaerkrankungen nahm in diesen Ländern auch bei den ungeimpften Erwachsenen deutlich ab, wenn die Kinder gegen Grippe geimpft wurden.

    STIKO Empfehlung Impfkalender